Die Geschichte von conSilium!

Ein Interview mit dem Gründer und Macher von conSilium

Louisa: Hallo Dominik!

Dominik: Hi!

 

L.: Wie hast du Siebdruck und deine kreative Ader kennengelernt?

D.: Ausgangspunkt war, dass ich auf der Suche nach neuen T-Shirts durch verschiedene Kleidungsgeschäfte gelaufen bin und nichts gefunden habe was mir gefällt. Ich hab angefangen Schablonen zu basteln und diese mit Textilfarbe auf Shirts zu pinseln, bin jedoch nach einigen Recherchen im Internet ziemlich schnell auf Siebdruck umgestiegen, da es hier viel mehr Möglichkeiten gibt.

 

L.: Wie kam es dann zu conSilium?

D.: Mit der neuen Drucktechnik im Rücken bin ich auf die Suche nach Künstlern gegangen, mit denen ich zusammenarbeiten wollte. Durch einen Kumpel habe ich in der Skateszene jemanden kennengelernt, der Motive zeichnet, die ich mir auf Shirts ganz gut vorstellen konnte.

 

L.: Ich habe gesehen, dass in dem conSilium immer ein großes S steht. Warum?

D.: ConSilium habe ich von dem lateinischen concilium abgeleitet, was unter anderem "Zusammengehörigkeit und Gemeinschaft" bedeutet. Dadurch, dass conSilium ein Skatelabel und das Ergebnis von der Hilfe und Zusammenarbeit vieler Freunde und  Künstler ist, fande ich die Bedeutung perfekt. Das große "S" steht für das Skaten und Snowboarden. Und auch für Stuttgart.

 

L.: Du hast vorhin kurz deinen Künstler erwähnt. Wer ist das?

D.: Das ist Luc P.. Er ist ein junger Künstler aus Stuttgart. Seine unglaublich detailreichen, streetart-ähnlichen Zeichnungen haben mich sofort begeistert. Ich hab ihn mal angequatscht, ihm von meiner Idee erzählt und er konnte sich das Ganze auch gut vorstellen. Wir haben angefangen seine Motive durchzusprechen, die Realisierbarkeit zu durchdenken und den Druck verschiedener Shirts auszuprobieren.

 

L.: Okay. Ich habe nochmal eine Frage zu deiner Firma: Mit welchen speziellen Materialien arbeitest du?

D.: Ich drucke ausschließlich auf organische Fair Trade Kleidung. Aus dem einfachen Grund, dass ich selbst nicht dahinter stehen könnte, wenn die Shirts mit denen ich Geld verdiene von Kindern und unter menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen produziert würden. Dies ist leider in der Textilindustrie viel zu oft der Fall und da möchte ich einen Schritt in die richtige Richtung machen. Auch wenn das nur ein ganz kleiner Schritt ist.

Meine Druckfarbe ist wasserbasiert, daher brauche ich zur Siebreinigung nur selten spezielle Reinigungsmittel.

 

L.: Vorletzte Frage: Was erwartest du von der Zukunft von conSilium und auf was dürfen wir uns freuen?

D.: Ich möchte noch weitere Künstler, vor allem aus der Skateszene, mit ins Boot holen und meine Shirts in kleineren Skateshops zum Verkauf sehen. Außerdem möchte ich vor allem für lokale Skateteams wie z.B. bisher Brettles Schmiede Süd aus Stuttgart Auftragsarbeiten erfüllen.

 

L.: Hast du noch einen Traum für conSilium?

D.: Ich will natürlich, dass das Ganze wächst aber nur so weit, dass ich noch alles von Hand drucken kann. Ich möchte keine Maschinen oder viele Mitarbeiter, die die Arbeit für mich erledigen.

Ich möchte viele Leute begeistern und früher oder später von dem Siebdruck leben können.